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Medienmitteilung vom 25.9.2016

Medienmitteilung des Abstimmungskomitees „Ja zum HarmoS-Ausstieg“

Die Volksschule muss wieder Sache des Volkes werden

Das Initiativkomitee „Ja zum HarmoS-Ausstieg“ fordert zusammen mit einem beachtlichen Stimmenanteil der Stimmbürger die Regierung und den Erziehungsrat auf, die Kinder ins Zentrum der Schulpolitik zu setzen. Das vom St. Galler Stimmbürger beschlossene Ja zum HarmoS-Verbleib bedeutet keinen Freipass für weitere schädliche Schulreformen.

Die Regierung und die meisten Medien haben keine Mühe gescheut, die Initiative zum HarmoS-Ausstieg zu diskreditieren. Das mediale Beinahe-Monopol der HarmoS-Befürworter hat bestimmt zum Verbleib im HarmoS-Konkordat massiv beigetragen. Allen Bürgern, die unsere Initiative unterstützt haben, und allen, die trotz massiver Medienkampagne Ja gestimmt haben für einen HarmoS-Austritt möchten wir unseren Dank aussprechen.

Die Regierung muss nun daran gemessen werden, ob sie ihre Versprechungen einhält und bereit ist, das Kind auch mit dem HarmoS-Konkordat in den Mittelpunkt zu stellen, die Lehrer-Schüler-Beziehung zu stärken und den Lehrerinnen und Lehrern die Methodenfreiheit zu belassen. Auch sind die wiederholten Versprechen umzusetzen, dass nach viel Unruhe die Reformwut beendet und endlich wieder einmal Ruhe in die Schulpolitik gebracht werden soll.

HarmoS darf auch nicht weiterhin als Hebel für ideologische Umgestaltungen der Schule benutzt werden. Die Stimmbürger haben Ja gesagt zu einer sinnvollen Koordination der kantonalen Schulen, aber nicht zu einer radikalen Veränderung der Volksschule. Schritte zum selbstorganisierten Lernen sollen gestoppt werden.

Rechnen, Lesen und Schreiben in deutscher Sprache sollen wieder als Grundlagen das nötige Gewicht erhalten. Das Kostbarste in der Volksschule, die vom verantwortlichen Lehrer gestaltete und geführte Klassengemeinschaft, muss auf alle Fälle erhalten bleiben.

Wir bleiben dran und werden uns weiter einsetzen gegen unsinnige Reformen und für eine starke Volksschule St. Gallen.

Für Fragen steht zur Verfügung:
Heinz Herzog,
Pressesprecher Abstimmungskomitee „Ja zum HarmoS-Ausstieg“
079 387 65 02

http://harmos-ausstieg.ch/

medienmitteilung-vom-25-9-2016

Medienmitteilung vom 8.9.2016

Pressemitteilung Abstimmungskomitee

Ja zum Ausstieg aus dem HarmoS-Konkordat

In den Abstimmungsunterlagen der Staatskanzlei und im flächendeckend verbreiteten Flyer der Nein-Kampagne werden verschiedene Fehlinformationen verbreitet, die im Folgenden klargestellt werden sollen.

Der Austritt aus HarmoS würde nicht „das St. Galler Schulsystem gefährden“, ganz im Gegenteil. Ein Ja zum Ausstieg ist ein wichtiger Schritt für mehr Mitsprache des Volkes im Bildungswesen.

Der Kanton St. Gallen ist ausschliesslich an die Bildungsartikel der Bundesverfassung gebunden. Die dort festgelegte Harmonisierungspflicht hat der Kanton St. Gallen bereits vor seinem Beitritt zum HarmoS-Konkordat erfüllt, wie der Regierungsrat selbst immer wieder betont. St. Gallen wird sie auch nach dem Austritt aus HarmoS weiterhin erfüllen, so wie das auch die anderen 11 Nicht-HarmoS-Kantone machen. Daher besteht nach wie vor keinerlei Veranlassung und keine gesetzliche Grundlage für einen Eingriff des Bundes. Das ist völlig unbegründete Angstmacherei und entbehrt jeglicher Logik.

Viele Eltern und Lehrer erfahren schon heute, dass es durch die Reformwut der letzten Jahre in den Schulen zahlreiche Probleme gibt. Das Schönreden der Regierung kann nicht darüber hinwegtäuschen. Das fragwürdige und nicht kindgerechte Unterrichtsverständnis, das der Lehrplan 21 vorgibt und die umfassende Digitalisierung, muss von den Bürgern diskutiert werden. In den letzten Jahrzehnten hat sich ein Machtapparat von Expertokraten herausgebildet, der die Schule zunehmend vom Volk entfernt hat und die Mitbestimmung des Volkes in Schulfragen verhindern möchte. Die Behauptung, der „Kanton St. Gallen“ sei dank HarmoS „freier“ im Volksschulbereich, stimmt also nur, wenn mit dem „Kanton“ die Bildungsdirektion gemeint ist. Sie schaltet und waltet tatsächlich seit Jahren völlig „frei“ – am Volk vorbei.

Wir wollen aber nicht nur brav Steuern zahlen, sondern auch über unsere Volksschule wieder selbst bestimmen können – zum Wohle unserer Kinder. Die Frage beispielsweise, ob das Lernen von zwei Fremdsprachen bereits in der Primarschule sinnvoll ist, kann und muss sehr wohl vom Volk entschieden werden. Voraussetzung dafür ist der Austritt aus HarmoS.

Sekretariat

Ausstieg aus HarmoS Kanton SG
Husen 416
9246 Niederbüren

sekretariat@harmos-ausstieg.ch

T. 071 420 92 64
T. 079 505 12 84

8.9.2016